Der Kaiser im Teppichland

Das Metro Kinokulturhaus ist wieder einmal eröffnet worden. Es präsentiert sich mit neuer Innenarchitektur und seiner ersten Ausstellung


REPORTAGE: KLAUS NÜCHTERN
Feuilleton | aus FALTER 42/15 vom 14.10.2015

Die Eröffnung des neuen Metro Kinokulturhauses hätte eigentlich schon 2012 über die Bühne gehen sollen, fand dann allerdings erst im Oktober 2014 mit der Schau "Peter Handke geht ins Kino" statt. Kurz danach wurde der Spielbetrieb wieder eingestellt und die Außenfassade renoviert. Vergangene Woche, am 6. Oktober, ist das Etablissement in der Johannesgasse endgültig in echt eröffnet worden. Am augenfälligsten ist die Gestaltung des Foyers durch Eichinger ohne Knechtl. Der Architekt hat für ein Comeback des bauhygienisch umstrittenen Materials Teppichboden gesorgt und damit auch gleich die Wände tapezieren lassen, was für retro-schicke Kuschelatmosphäre sorgt. Zum Antackern der Kanten war offenbar nicht mehr genug Zeit geblieben.

Die Wegnahme von drei Sitzreihen ermöglichte die Einrichtung einer "Loge-Bar", von der aus man in den Kinosaal sehen kann -solange der Vorhang vor der Glaswand, welche die beiden Räume trennt, offen ist. Dass die Bar bei geschlossenen Türen und ausgeschaltetem

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