Kunst im Gegenlicht des Mysteriösen

Steiermark | ULRICH TRAGATSCHNIG | aus FALTER 42/15 vom 14.10.2015

Im Sektor bildende Kunst gehört der Beitrag des Kulturzentrums bei den Minoriten zum Schlüssigsten und Spannendsten, was der steirische herbst 2015 hervorgebracht hat. Die von Johannes Rauchenberger und Alois Kölbl kuratierte Ausstellung "reliqte reloaded: Zum Erbe christlicher Bildwelten heute" passt nicht nur optimal zum retrospektiven, "Relikte, Spuren und andere Hinterlassenschaften" aufrufenden Leitmotiv des Festivals "Back to the Future". Sie beschäftigt sich dabei auch mit dem quantitativ wie qualitativ wohl bedeutendsten kulturellen Erbe, das überhaupt auf uns gekommen ist: Über Jahrhunderte war die Kirche schließlich der bedeutendste Auftraggeber von Kunst, die Künstler waren mithin zu einem Gutteil damit beschäftigt, das Unvorstellbare christlicher Heilsgeschichte anschaulich zu machen.

Immensen Drive bekam die Sache bekanntlich, als in der Neuzeit die dazu traditionell eingesetzten Muster wie Symbol und Goldgrund schon eher abgegriffen waren, stattdessen aber die Wirklichkeit


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