Merkels Mut gegen Dunkeldeutschland

Die Kanzlerin in der Offensive für eine offene Gesellschaft: Es geht um die Zukunft der deutschen Demokratie

Falter & Meinung | KOMMENTAR: WERNER A. PERGER | aus FALTER 42/15 vom 14.10.2015

Der Friedensnobelpreis blieb ihr inmitten des aktuellen Krisentumults erspart. Glück gehabt. Hätte das norwegische Gremium sich 2015 für die Ehrung Angela Merkels wegen ihrer bisher liberalen Flüchtlingspolitik entschieden, wäre nach Lage der Dinge um die Frage, ob sie das verdient hätte, neuer Streit losgebrochen. Denn die Lage in Deutschland ist nicht "friedlich". Im Gegenteil. Die Kanzlerin, die bisher "Mutti" war, hat Ärger. Und sie kämpft. Ihr Thema: ein offenes Deutschland.

Für die Flüchtlinge aus den Bürgerkriegsgebieten und Armutszonen Europas, Asiens und Afrikas, wurde Angela Merkel damit die große Hoffnungsträgerin. Vorbei der südeuropäische Zorn über die Symbolfigur der Sparpolitik. Für die Flüchtlinge und für die Helfer in der Zivilgesellschaft repräsentiert sie das Europa der Anständigen. Lob für die Deutsche hört man jetzt von vielen, die mit ihr politisch bisher nichts verband.

Demgegenüber wächst die vielfältige Front der Gegner aus "besorgten" Wut-und


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