Turn up!

Am Freitag spielt der Rapper Money Boy seine erste richtig große Wien-Show. Wer ist der Mann mit dem "Swag"?

Feuilleton | Porträt: Lukas Matzinger | aus FALTER 43/15 vom 21.10.2015

Man ist sich selten wirklich sicher bei dem, was Money Boy so tut. Was will der Mann mit den Goldketten und dem "Swag"? Verarscht er die ganze Welt, oder meint er das wirklich ernst? Ist er ein Ausdruck seiner Zeit oder ein Kommentar auf sie? Ist er der Künstler oder das Kunstwerk?

Vor ziemlich genau fünf Jahren ist Money Boy groß geworden. Damals hat er das Lied "Dreh den Swag auf" auf Youtube geladen und ist mit schlechtem Rap und Konservenbeats zum Internet-Hype geworden. Heute sitzt vor uns ein Mann, der ausverkaufte Shows in den größten deutschen Städten spielt, ein eigenes Label und laut dem Wirtschaftsmagazin Format über eine Million Euro Cash besitzt. Die, die 2010 gelacht haben, kriegen 2015 keine Konzerttickets mehr.

"Es läuft sehr gut", sagt er mit diesem Grinsen, von dem er selber weiß, dass es ihn dumm aussehen lässt. Heute fährt er nach Deutschland, "wir spielen zwei Shows, machen Party, turnen up". Die Anspielungen auf seinen Drogenkonsum kann er einfach nicht lassen.


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