DIE GRÜNE HEXE

Keine Wiener Politikerin wird so leidenschaftlich verachtet wie Maria Vassilakou. Der Hass auf sie erzählt so manches über ihre Feinde und viel über Frauen an der Macht

Politik | Analyse: Nina Brnada | aus FALTER 43/15 vom 21.10.2015

Was Sebastian an Maria Vassilakou am meisten verachtet, ist 80 Meter lang, er nennt sein Hassobjekt "die umgedrehte Gumpendorfer Straße".

Sebastian sitzt in seinem dunkelblauen Kombi der Marke Volvo XC70 an der Ampel in der Eschenbachgasse und wartet darauf, dass sie auf grün schaltet. Er fixiert den verhassten Straßenabschnitt gegenüber. Früher habe man da geradeaus fahren können, sagt er, jetzt müsste man hinunter über den Getreidemarkt zur Linken Wienzeile, dann rechts einbiegen und wieder bei der Laimgrubengasse hinauf zur Gumpendorfer Straße. "Das macht doch überhaupt keinen Sinn", sagt Sebastian. "Ich verbrauche mehr Sprit. Und wo bleibt da der Umweltschutz, wo die Reduktion der Abgase, für die sich die Grünen angeblich so stark machen?"

Vassilakou ist zwar gar nicht verantwortlich für diese Einbahn, das ergibt eine Anfrage bei der zuständigen MA 46 für Verkehrsorganisation. Von dort heißt es, die Einbahnregelung bestünde seit über zehn Jahren und ging mit dem U-Bahn-Bau


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