Der Wert der guten Noten

Warum ständiges Belohnen von Schulerfolgen der Eigenmotivation schadet

Stadtleben | Lernstunde: Anna Goldenberg | aus FALTER 43/15 vom 21.10.2015

Sehr gut" prangt in Lehrerschrift unter der Mathematikschularbeit. Tolle Sache, keine Frage. Doch was für einen Wert hat die gute Note zu Hause? Winken die heiß ersehnte Fußballsammelkarte, zehn Euro auf die Hand oder ein schlichtes "Gut gemacht"? Wer sich unter Eltern von Schülern jeden Alters umhört, merkt schnell: Schulnoten sind oft eine Währung, über deren Wechselkurs man sich alles andere als einig ist.

Die Debatte, ob man Schüler für gute Erfolge belohnen soll -und wenn ja, wie -, wirft große Fragen auf: Ist die Schule eine Vorbereitung auf das Berufsleben, wo erbrachte Leistung entlohnt wird, und zwar an objektiven Richtlinien gemessen? Oder muss man Kindern und Jugendlichen klarmachen, dass Bildung ein Privileg ist, egal, wie sehr sie mit kniffligen Aufgaben zu kämpfen haben?

Prinzipiell ist es verständlich und lobenswert, dass Eltern gute Schulerfolge fördern wollen. "Eltern wollen das Beste für ihre Kinder", erklärt Christiane Spiel, Vorstand des Instituts für angewandte


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