Quadratisch, praktisch, gut

Zum Semesterbeginn vermisst der Falter die Universitäten der Stadt. Dieses Mal die Schulen der Praktiker, Planer und Pragmatiker: die Wiener Fachhochschulen

Stadtleben | Tutorium: Lukas Matzinger | aus FALTER 43/15 vom 21.10.2015


Foto: Heribert Corn

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Es ist nicht cool, an einer FH zu studieren. Auch nach mehr als 20 Jahren ihres Bestehens nicht. Fachhochschulen haben fix vorgegebene Studienverläufe, damit fixe Stundenpläne, Klassen und Studienzeiten. Echte Forschung hängt oft nur als Feigenblatt vor den genormten Hochschulkörpern, Persönlichkeitsbildung findet nur im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit statt und die angebotenen Fächer haben alle tatsächlich eine Verwendung in der Wirtschaft. Wie spießig.

Doch die FHs funktionieren. Es gibt beschränkte Studienplätze – und damit entspanntere Budget- und bessere Betreuungsverhältnisse. Die Studenten kennen ihre Professoren, und tatsächlich auch umgekehrt. Und die Industrie fischt nur zu gern im Teich der FH-Absolventen. Das sind auch die Gründe, weshalb die Fachhochschulen zurzeit ungefähr dreimal so viele Bewerber wie Studienplätze haben und schon jeder achte Student in Österreich an einer Fachhochschule inskribiert ist.


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