Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Junger Wachauer

Ein Vorbote auf neue Weine, der den Sommer Revue passieren lässt

Stadtleben | MS | aus FALTER 43/15 vom 21.10.2015

Der Junge Wachauer ist eine Cuvée von der Winzergenossenschaft Domäne Wachau aus dem ehrwürdigen Dürnstein. Das malerische Städchen ist auf der linken Donauuferseite gelegen und bekommt im Vergleich zur düsteren Zwillingsschwester rechte Uferseite doch um einiges mehr Sonne ab. Doch selbst dort, auf der schattigen Seite in Rossatz, wo das Ufergebiet wieder breiter wird, findet man tolle Weine, zum Beispiel bei Josef Fischer.

Aber zurück zum sonnigen Ufer: Der Junge Wachauer, bestehend aus Müller-Thurgau, Neuburger, Grünem und Frührotem Veltliner, ist ein "Vorbote" jener Qualitätsweine, die kommen werden, verrät das Marketing. Es ist ein trockener, sehr fruchtiger und säurearmer Wein, der zu allen möglichen Speisen passt.

Die Cuvée kennt man in Österreich eher vom Rotwein oder vom Gemischten Satz, dessen Bezeichnung sich jedoch nur auf den Wiener Raum bezieht. In der Steiermark nennt man ihn Mischsatz. Unaufgeregt, hübsch und auf die barocke Hochburg Wachau verweisend, kommt auch die Aufmachung daher: Da musste natürlich ein dickes Engerl auf das Etikett. Der Junge Wachauer ist nun auch in den gängigen Supermärkten erhältlich, allerdings nur für kurze Zeit.

Der Preis ist mit circa fünf Euro okay und geht in Richtung "ordentliches" Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Weinbau von Domäne Wachau ist ein traditioneller, kein biologischer, jedoch ist es erklärtes Ziel, Pflanzenschutzmittel möglichst bewusst und moderat einzusetzen.


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