Viennale before Sunrise

Jährlich stürmen Fans die Kartenbüros der Viennale: Wer sind diese Filmfreaks? Eine Feldforschung

Feuilleton | Protokoll: Michael Omasta, Sabina Zeithammer | aus FALTER 43/15 vom 21.10.2015

Was muss eigentlich passieren, damit sich Menschen freiwillig Mitte Oktober schon vor dem Morgengrauen am zugigen Parkring einfinden, um in der Kälte stundenlang Schlange zu stehen? Samstag muss sein, Viennale muss sein, der Vorverkauf für Wiens größtes Filmfestival muss beginnen. So geschehen voriges Wochenende.

Wer sind diese Cineasten, die hier mit dem Programm der nächsten 14 Tage in der Hand auf das Öffnen der Kinokasse um zehn Uhr warten? Welche Filme stehen auf ihren Listen, und worauf freuen sie sich am meisten? Der Falter hat sich vor Ort umgesehen und sieben Viennale-Fans -vom Stammgast bis zur Neueinsteigerin - nach ihren Kinovorlieben und prägenden Festivalerlebnissen befragt.

Die Frühaufsteherin

"Wir sind seit viertel sechs da. Einer aus unserer Gruppe - das bin meistens ich - kommt sehr früh her, und wir kaufen dann gesammelt die Karten. Es gab schon Jahre, in denen wir zu dritt locker auf 135 Karten gekommen sind. Heuer sind's nur 17 Filme. Das Programm ist sehr interessant,


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