Der Aufschrei der Ökonomen gegen den Neoliberalismus

Ein neues Manifest informiert zuverlässig über das Systemversagen und argumentiert nachvollziehbar für eine neue Wirtschaftsordnung

Politik | REZENSION: RUDOLF WALTHER | aus FALTER 44/15 vom 28.10.2015

Im Oktober 2010 sorgte in Frankreich ein "Manifest bestürzter Ökonomen" für Furore. Bestürzt waren die außerhalb der Fachwelt unbekannten Ökonomen darüber, dass sie in der Wirtschaftspresse und in den Talkshows die gleichen alten Gemeinplätze und "Denkschablonen der neoliberalen Orthodoxie" zu lesen und zu hören bekamen. Und noch empörender war für sie, dass das alles auch unter der Flagge "Wissenschaft" auftrat und die Realität - die "Macht der Finanzmärkte" und global agierende Konzerne - immer ausgeblendet bliebe.

Das "Manifest" wurde schnell von 700 Ökonomen und anderen Sozialwissenschaftlern unterzeichnet und in kurzer Zeit über 100.000-mal verkauft. Es analysierte und kritisierte zehn ökonomisch "falsche Gemeinplätze". Ein Einwand gegen das Manifest lautete damals, dass es nur wenige Alternativvorschläge enthalte und diese nicht alle überzeugten.

Auf diese Kritik reagiert das eben erschienene "Neue Manifest der bestürzten Ökonomen". Es beschreibt "15 Baustellen

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