Wie gedruckt

Pressekolumne

Medien | NINA HORACZEK | aus FALTER 44/15 vom 28.10.2015

Es gibt verschiedene Theorien, wieso die FPÖ bei der Wien-Wahl nicht so sehr zugelegt hat, wie sie es erhoffte. Eine neue wirft die rechtsextreme Zur Zeit unter dem Titel "Gruppenidentität im Parteienstaat" in die Debatte: "Ohne die Stimmen von kulturfremden Ausländern, die überwiegend SPÖ gewählt haben, hätte wohl die SPÖ verloren." Es zeigt sich also, in der blauen Welt gibt es nichts, an dem nicht doch am Ende die Ausländer schuld sind.

Die "letzte Wien-Wahl hat gezeigt, dass der Multikulturalismus unsere Demokratie zerstört hat", beklagt Zur Zeit daher. Das zeige sich etwa an der von Migranten gegründeten "Türkenpartei", die zum ersten Mal kandidierte. "Deren hohe Anzahl an Vorzugsstimmen gründet sich augenscheinlich primär auf das Clan-Wahlverhalten mancher islamischer Parallelgesellschaften", schreibt das FPÖ-nahe Blatt. Der Chef der Türkisen bekam 1218 Vorzugsstimmen, Strache 18.111. Wäre interessant, welcher blaue Clan sich da so ins Zeug gelegt hat.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige