WIE SOLLEN WIR DAS SCHAFFEN?

Die Flüchtlingskrise bringt den Sozialstaat an seine Grenzen. Deutschland hat das Problem erkannt. Österreich nicht

Politik | ESSAY: PETER RABL | aus FALTER 44/15 vom 28.10.2015

Wir schaffen das." Wochenlang prägte Angela Merkels Mutmachermantra die Flüchtlingsdiskussion. Wir müssen das als Demokratien mit Selbstverpflichtung zur Einhaltung der Menschenrechte schaffen, gewiss. Aber wie?

Beide deutschsprachigen Bundespräsidenten haben die überfällige Frage nach den realen Grenzen der Hilfsbereitschaft formuliert. "Unser Herz ist weit, aber unsere Möglichkeiten sind endlich", sagt der Deutsche Joachim Gauck. Und fügt hinzu, das Flüchtlingsproblem sei "eine Herausforderung, die Generationen beschäftigen wird".

Juristischer, aber im gleichen Sinn formuliert unser Heinz Fischer in der Presse: "Als Jurist lernt man den Satz: Ultra possere nemo tenetur -Unmögliches kann man nicht verlangen." Österreich habe sich als Land bewährt, das Menschen integrieren kann: "Das heißt nicht, dass man an alle Zahlen eine Null oder eine zweite Null hängen kann. Man kann nicht alles bewältigen. Man muss bemüht sein, die Belastungen in vernünftigen und für die Menschen


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