Nachgesehen Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Kindergärtnerinnen demonstrieren vor dem Wiener Rathaus

Politik | NINA BRNADA | aus FALTER 44/15 vom 28.10.2015

Damit man sich ihre Forderungen auch merkt, verpacken sie die Kindergärtnerinnen in kurze Lieder. "Ich will, ich will, ich will", singen sie im Chor, "genügend Zeit für Vorbereitung und für die Reflexion". Es klingt, als wären sie im Fußballstadion, nur braver. Danach: "Ich will Assistenten, die nicht putzen, sondern in der Gruppe sind."

Es sind vor allem Frauen, die in diesem Beruf beschäftigt sind. Zusammen mit ein paar ihrer Schützlinge haben sie sich vergangenen Mittwochabend hinter dem Rathaus unter dem Banner der Gewerkschaft versammelt, ausgestattet mit Trillerpfeifen. In den Fenstern des mächtigen Gebäudes gehen die Lichter an. Irgendwo dort drinnen sitzt SPÖ-Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch, an den die Elementarpädagoginnen ihre Forderungen richten. Mit ihm wollen sie dringend in Verhandlungen eintreten. Es gebe immer mehr Kinder in ihrer Obhut, aber immer weniger Ressourcen dafür, beklagen sie.


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