Kommentar ÖVP

Stark, schwarz, weiblich? Nein. Schwach, verstaubt und männlich

Falter & Meinung | BARBARA TÓTH | aus FALTER 44/15 vom 28.10.2015

Worüber soll man sich mehr empören? Über die Peinlichkeit Landeshauptmann Josef Pühringers (ÖVP), eine rein männliche Landesregierung in Oberösterreich auszuloben oder über die ignorante Unbeholfenheit, mit der er und sein Neo-Vize Manfred Haimbuchner (FPÖ) die Geschlechtermonotonie in ihrem schwarz-blauen Team dann auch noch zu verteidigen versuchten?

Beides zeigt jedenfalls das durch und durch gestrige Politikverständnis der beiden Herren. Für jeden Unternehmer ist Diversität eine Conditio sine qua non, ein gesellschaftspolitischer Standard, über den man sich gar nicht mehr lange zu unterhalten braucht.

Wer seine Partei so führt, oder besser: von seinen Bündekaisern unter sich so führen lässt, dass Frauen marginalisiert werden, gehört von der Zentrale amtsenthoben. Oder zumindest scharf gerügt. Aber der gerne als Revolutionär posierende ÖVP-Parteichef Reinhold Mitterlehner -im Übrigen auch ein Oberösterreicher -duckt sich nur weg.

Welch ein jämmerliches Bild geben


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