Alles, nur keine Restkinderschule

Die Caritas hat in Wien Am Himmel ihre erste inklusive Privatschule eröffnet

Stadtleben | REPORTAGE: BARBARA TÓTH | aus FALTER 45/15 vom 04.11.2015

Lucas springt durch den Turnsaal, direkt in die Arme seines Betreuers Aziz. Er legt seinen Kopf an seine Schulter, nur für einen Augenblick, dann zieht er sich in die Mitte des Spielfelds zurück. Am Stundenplan steht gerade "Jeux dramatiques". Es ist Mittwoch, 10 Uhr 30, "Atelierzeit", und dafür kommen alle Kinder zusammen. Die "normalen" und die, die man früher "behindert" genannt hätte und zu denen man heute Kinder mit "erhöhtem" oder "sehr erhöhtem Förderbedarf" sagt. Lucas wurde mit dem Downsyndrom geboren, nach einer Herzoperation mit Atemstillstand ist er ganz in seiner eigenen Welt versunken. Er ist inzwischen 16 und spricht nicht, aber er gibt auf seine Art zu verstehen, dass er sich wohlfühlt. Normalerweise hat er Angst vor Lärm. Aber das Getobe der Theatergruppe stört ihn heute nicht.

Dass Lucas als eines von 14 Kindern mit Förderbedarf gemeinsam mit 24 ohne solchem spielt, wandert, bastelt und tanzt, ist seit Anfang September Alltag in der von der Wiener Caritas geführten


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