3 Mit den Flüchtlingen kommen auch viele Kriminelle ins Land

Politik | aus FALTER 45/15 vom 04.11.2015

Sie stehlen und vergewaltigen unsere Frauen und Kinder. Keines dieser Gerüchte über Asylwerber kann das Innenministerium bestätigen. "Es gibt nicht mehr Anzeigen wegen Sachbeschädigungen oder Diebstahl, seit die Flüchtlinge durch Österreich reisen", sagt der Sprecher des Innenministeriums. Auch nicht rund um die Flüchtlings-Hotspots, zuerst das burgenländische Nickelsdorf und nun Spielfeld in der Steiermark.

In Traiskirchen, der Stadt mit dem größten Flüchtlingslager in Österreich, gibt es derzeit drei Anzeigen wegen Vergewaltigung. Ein Opfer ist eine 70-jährige Frau, der Täter ist unbekannt, die Ermittlungen laufen. In einem zweiten Fall war das Oper eine Asylwerberin, hier wird noch geprüft, ob die Tat stattgefunden hat. Im dritten Fall stellte sich heraus, dass die Vergewaltigung erfunden war. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Vortäuschung einer strafbaren Handlung.

In Österreich haben die meisten Flüchtlinge aber auch kaum Zeit, Verbrechen zu begehen. Laut Innenministerium bleibt der Großteil nur wenige Tage im Land. Wie sieht es in Deutschland aus, dem Zielland eines Großteils der Flüchtlinge?

Hier ist eine Zunahme krimineller Handlungen von Flüchtlingen erkennbar. In Sachsen stieg etwa der Anteil der von Asylwerbern begangenen Straftaten von 2,9 Prozent 2014 auf 4,4 Prozent im ersten Halbjahr 2015. Das sei logisch, erklärte ein Sprecher des Sächsischen Staatsministeriums des Innern der "Tagesschau": "Wenn eine Gruppe innerhalb der Bevölkerung wächst, dann wächst auch deren Anteil an Straftaten." Gleichzeitig berichtete der deutsche Innenminister von 490 fremdenfeindlichen Übergriffen auf Flüchtlinge.


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