Katharinas Nachtwache Was in Wiens Partyszene passiert -Veranstaltungen im Überblick

Schickt mir dir Post gleich in die Innenstadt

Lexikon | aus FALTER 45/15 vom 04.11.2015

Irgendetwas hat die Alte Post in der Dominikanerbastei an sich, dass es dort immer so nett ist. Dem Waves Vienna wird der große Saal mit dem dazugehörigen Innenhof Jahr für Jahr ebenso zur Festivalzentrale wie der Viennale, in deren Rahmen noch bis Donnerstag Konzerte und Auflegereien stattfinden. Letztens hatten wir dort das Vergnügen, bei der Seayou-Labelnacht nach längerer Bühnenabstinenz einmal wieder A Thousand Fuegos zu erleben. Kleine und große Hymnen, deren komplexe Arrangements durch weltumarmende Popmelodien allgemeingültiger gemacht werden, hat die Einmannband immer noch im Gepäck. Man kann in der Alten Post tanzen, im Innenhof herumstehen oder sich in eine der vielen Sitzecken und Winkerl zurückziehen (ein Wunsch: mehr gemütliche Plauderecken in den Clubs!). Was passiert eigentlich das restliche Jahr in diesen Räumlichkeiten?

VORSCHAU DONNERSTAG (5.11.): Die Enzis im MQ werden zu Iglus, zur Wintereröffnung teilen sich Yasmo, Olympique und Joyce Muniz die Bühne. Gleichzeitig geht die Viennale zu Ende und bittet in ihrer Zentrale das Kollektiv Bande à part, benannt nach einem Godard-Film, an die Plattenteller. Die Transformer-Spezialisten für all things Wave, Synthpop und Industrial haben den griechischen Musiker Doric ins Rhiz eingeladen, und Detroit-Techno-Althase Mike Huckaby huldigt im Celeste dem Jazzgott Sun Ra.

FREITAG: Das Duo Mieux vereint luftigen Pop mit Electronica, Post-Step und Bass Music in der Roten Bar. Patrick Pulsinger verfeinert die Wien-Modern-Studionacht im Elektro Gönner, Jon Bailey kreuzt im Ragnarhof Breakbeats und flächige Chill-out-Sounds und EOAE legt Electronica und Bass Music im Fluc kleine Stolpersteinchen. Cab Drivers aus Berlin spielen funky House und Techno in der Pratersauna, TJ Hicks zieht ähnliche Schrauben im Sass ein bisschen fester an, und Guti aus Argentinien denkt Tech-House in der Grellen Forelle abwechselnd in Richtung Jazz, südamerikanische Percussions oder Pop weiter.

SAMSTAG: Die Brut-Bar heißt jetzt burt und ist nun wieder zum Trinken und Musikhören offen. Die beiden heimischen Acts Ages und Julian & der Fux präsentieren im Flex ihre neuen Alben, bei PLO Man im Celeste lautet die hübsche Parole "House, Techno, Acid, Bongo", und der Kalifornier Falcons ist im Cafe Leopold down mit Rap, Footwork, Bass Music und Artverwandtem.

SONNTAG: Talib Kweli, US-Rapper, berichtet in der Grellen Forelle von "Beautiful Struggles". seidler@falter.at


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