Film Retrospektive

De Oliveira: Die Musik der verschwundenen Dinge

Lexikon | M O | aus FALTER 45/15 vom 04.11.2015

Für all diejenigen, die während der Viennale keine Zeit fanden, sich auf die Filme von Manoel de Oliveira (1908-2015) einzulassen, bietet sich nun die ebenso günstige wie seltene Gelegenheit dazu. Bis auf ein paar wenige Filme der letzten Jahre -etwa "Eigenheiten einer jungen Blondine" (2009) oder "Belle toujours" (2006), seiner Fortschreibung von Buñuels "Belle de jour" - ist sein Schaffen hierzulande weitgehend unsichtbar geblieben. Vielleicht auch deshalb, weil sich sein Werk kaum auf einen gemeinsam Nenner bringen lässt; jeder Film sollte Experiment sein, ein Aufbruch und Abenteuer. Oft dienten ihm Klassiker der Weltliteratur als Inspiration, 1983 etwa drehte er mit "Am Ufer des Flusses" seine eigene Version der Madame Bovary.

Bis 30.11. im Österreichischen Filmmuseum


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