7 Sachen, die Sie über das MARTINIGANSL eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 45/15 vom 04.11.2015

Warum ist die Gans eigentlich nach Martin benannt?

Dazu gibt es verschiedene Legenden, und sie alle drehen sich um einen: den heiligen Martin, den dritten Bischof von Tours. Der war, je nach Auslegung, entweder so bescheiden, dass er sich vor seiner Bischofsweihe im Gänsestall versteckte, oder die Gans war als Lehenssteuer am Martinstag fällig.

So genau weiß man das nicht. Und warum ausgerechnet eine Gans?

Auch hier unterscheiden sich die Theorien: Entweder man aß, eingedenk des bescheidenen Martin, fortan an seinem Namenstag Gänse, oder man aß sie ohnehin bereits zum Ende des bäuerlichen Wirtschaftsjahrs und gab sie deshalb auch als Lehenssteuer ab.

Wann isst man das Martinigansl?

Am Namenstag des heiligen Martin, dem 11. November. Aber inzwischen feiert die Gastronomie längst den gesamten November lang Martini.

Wie viele Gänse werden hierzulande zu Martini verspeist?

Laut Statistik Austria wurden 2014 2377 Tonnen Gänsefleisch "verbraucht", wie es euphemistisch heißt.

Ganz schön viel. Und die kamen alle aus heimischen Ställen?

Nein, nur etwa 17 Prozent stammen aus österreichischen Betrieben. Der Rest kommt vorwiegend aus Ungarn.

Warum das denn?

Weil die hiesigen Haltungsbestimmungen bedeutend strenger sind und man im Osten billiger und schneller Mastgänse produzieren kann.

Und wenn man eine halbwegs glückliche Gans essen will, wo kauft man die?

Man schaut sich auf Bauernhöfen um oder erkundigt sich nach heimischen Bioweidegänsen mit Biosiegel.


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