2 Flüchtlinge plündern in Horden unsere Supermärkte

Politik | aus FALTER 45/15 vom 04.11.2015

Selbst im schönen Döbling werde es ungemütlich, berichtete ein Facebook-User Ende September. Beim Nussdorfer Platz wurden Flüchtlinge einquartiert. Kaum dort angekommen, hätten die Flüchtlinge zuerst versucht, beim Hofer gratis einzukaufen, und dann, nachdem dieser die Tür zusperrte, den Billa gestürmt. Sogar das Polizeieinsatzkommando Wega habe anrücken müssen. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache teilte das Posting an seine mehr als 200.000 Facebook-Freunde.

Allerdings ist die Geschichte der plündernden Flüchtlinge einfach falsch. Sowohl der Rewe-Konzern, zu dem Billa gehört, als auch Hofer dementierten.

Die Wega sei ein Mal in Richtung der Flüchtlingsunterkunft unterwegs gewesen, bestätigt ein Sprecher der Wiener Polizei, "aber das war wegen einer Selbstgefährdung eines Asylwerbers und um drei Uhr früh". Um diese Zeit sind die Supermärkte geschlossen.

Die Beamten vor Ort hatten die Situation schnell unter Kontrolle, die Wega kam nicht zum Einsatzort, sondern drehte wieder um. "Und in den Supermärkten beim Asylwerberheim hatten wir nicht einmal einen Ladendiebstahl", sagt der Polizeisprecher. "Weder stimmt das Gerücht, dass Filialen geplündert wurden, noch dass unser Personal Teile vom Lohn für die Flüchtlingshilfe abgeben muss", bestätigt auch eine Sprecherin von Rewe.


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