Die im Dunkeln sieht man nicht

Solide, aber ohne neue Ideen: Auch die jüngste 007-Verfilmung lebt von ihrem Erbe

Feuilleton | FILMKRITIK: MICHAEL OMASTA | aus FALTER 45/15 vom 04.11.2015

Läuft bei dir? Und wie! Es läuft besser für 007 als je zuvor. Allein in Großbritannien hat das jüngste Abenteuer von James Bond innerhalb der ersten Woche 40 Millionen Pfund eingespielt. Damit überholte der 24. Eintrag in der James-Bond-Reihe selbst "Harry Potter und der Gefangene von Askaban", der seit 2004 den Rekord an der Kinokasse hielt.

"Spectre" heißt der neue Film, eine Wortschöpfung aus den 1950ern, die sich Ian Fleming, Bonds literarischer Erzeuger, als Bezeichnung für eine fiktive Verbrecherorganisation hat einfallen lassen: "Special Executive for Counter-Intelligence, Terrorism, Revenge and Extortion".

Dass dieses Syndikat, das Bond schon zur Zeit von Sean Connery das Leben schwermachte, nun erneut sein Unwesen treibt, sagt einiges über den Zustand der populären Agentenfilmserie aus: Tradition ist ihr Verpflichtung und letztes Alleinstellungsmerkmal. Dazu gehört -ähnlich wie im Spätwestern oder den Buddy-Movies vergangener Tage -ein gewisses Kokettieren mit der eigenen


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