Neue Platten

Feuilleton | aus FALTER 45/15 vom 04.11.2015

Pop

Brenk Sinatra: Midnite Ride

Branko Jordanovic alias Brenk Sinatra zählt seit Jahren zu den besten Produzenten der heimischen Hip-Hop-Szene. Seine Sounds bekommen dabei nicht nur österreichische Rap-Fans zu Gehör, der Wiener verkauft auch viele Beats in die USA und nach Russland. Sein jüngstes eigenes Album ist die Platte, die Brenk immer schon selbst beim Autofahren hören wollte: dicke, fette Beats, hypnotisierende 1990er-Westcoast-Klänge und Seventies-Soul-Samples. Musik also, bei der man auch im Stau cool bleibt. (Hector Macello) SF

Jazz

Soft Kill Option: Tubed

SKO bezeichnet eine bionische Methode der Materialoptimierung, und für die Stabilität des Trios sorgt schon der Umstand, dass Baritonsaxofon (Markus Ohler) und Bass (Bernd Satzinger) ein massives Fundament unerschütterlicher Hooklines auslegen und sich von den drei Herren (Drums: Mathias Koch) nie alle auf einmal Freiheiten herausnehmen. Changierend zwischen Slowcore &speedy, funky & punky erinnern SKO ein wenig an Ken Vandermarks Spaceways Inc. File under: Urban Headbang Noir Jazz. (Cracked Anegg) KN

Klassik

E. Krivine /T. Papavrami: Bartók

Zwei Meisterwerke der Moderne hat Emmanuel Krivine mit dem Philharmonischen Orchester von Luxemburg eingespielt. In Bela Bartóks Violinkonzert Nr. 2 -es wurde 1939 vom Auftraggeber Zoltán Székely uraufgeführt - trifft Krivine auf Tedi Papavrami, der das schwierige Spätwerk mit Bravour meistert. Worte voller Schmerz, Sehnsucht und Hoffnung verpackte Bartók in seinem "Konzert für Orchester". Ein letzter Erfolg für den Komponisten, der 1945 ein knappes Jahr nach der Uraufführung verstarb. (Alpha Classics) MDA


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