TTIP als Symptom einer Politik, die es laufen lässt

Die Zeit-Journalistin Petra Pinzler ist allen Argumenten für das Freihandelsabkommen TTIP nachgegangen. Absolut lesenswert

Rezension: Norbert Mappes-Niediek | Politik | aus FALTER 46/15 vom 11.11.2015

Wer gegen TTIP ist, muss sich nicht zu den Globalisierungsgegnern rechnen und schon gar nicht Amerika hassen: Das ist der wichtigste Mehrwert, den dieses Buch zu bieten hat. Die Journalistin Petra Pinzler ist allen Argumenten für das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA nachgegangen. Nachdem sie eines nach dem anderen entkräftet hat, fragt man sich nur noch, warum so viele ernstzunehmende Politiker so hartnäckig für das Abkommen werben. Auch darauf hat Pinzler eine plausible Antwort.

Mit der Grundsatzfrage, ob Freihandel der Welt mehr nützt oder mehr schadet, lässt sich laut Pinzler gar keine Haltung zu TTIP finden. Wirklicher Freihandel, so man ihn denn will, lässt sich überhaupt nur durch globale Abkommen erreichen. Bilaterale Verträge dagegen, argumentiert die Autorin, sind nicht die zweitbeste Lösung: Sie schaffen Blöcke und erreichen so das Gegenteil von dem, was freier Warenverkehr verspricht. Sie grenzen Dritte aus, in diesem Fall vor allem China, aber auch viele

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