Kolumne Außenpolitik

Myanmars Heldin Aung San Suu Kyi schreibt Geschichte in Asien


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 46/15 vom 11.11.2015

Bei den Pagoden von Bagan, der historischen Tempelanlage in Myanmar, verkaufen Händler Raubkopien von George Orwells Roman "Tage in Burma". Er zeichnet darin ein Bild des korrupten Alltags in der britischen Kolonialwelt, den er als Polizeioffizier in Burma erlebte. Die Generäle, die das Land nach der Unabhängigkeit peinigten, führten den neuen Namen Myanmar ein. Nur Nordkorea war von der Außenwelt abgeschotteter als die mit sozialistisch-nationalistischer Ideologie regierende Junta. Jetzt zerfällt das System der burmesischen Militärherrschaft wie das britische Imperium zu Orwells Zeiten.

Mit den Parlamentswahlen Anfang November setzt Myanmar den bisher größten Schritt in Richtung einer zivilen Regierung. Es ist ein historischer Vorgang mit Auswirkungen für ganz Asien. Erstmals seit einem Vierteljahrhundert triumphiert die demokratische Opposition unter der Führung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi.

Ihre Nationale Liga für Demokratie (NLD) gewann 1990 die Wahlen.

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