HILFE IST KEIN TAUSCHGESCHÄFT

Flüchtlinge nutzen uns auch, lautet oft das Argument von jenen, die den Hassern und Hetzern etwas entgegensetzen wollen. Über einen gefährlichen Trugschluss


Essay: Nina Brnada
Politik | aus FALTER 46/15 vom 11.11.2015

Solange die Fremden noch im Geheimen kamen, solange sie einzeln als blinde Passagiere in Autos und Kleintransportern eingezwängt in diesen Teil Europas gelangten, war man nicht alarmiert. Zwar zahlten sie tausende Euro an Schlepper, aber solange sie aus den Augen blieben, waren sie für viele Europäer auch aus dem Sinn. Seit sie aber zu tausenden an Grenzübergängen quer über den Kontinent ausharren und für alle sichtbar Schutz einfordern, werden viele nervös. Die Bilder des entblößten Elends lassen Einheimische um das eigene Schicksal fürchten, die Reaktion der Mehrheit verlangt scheinbar nach einer tiefgreifenden öffentlichen Auseinandersetzung mit der Flüchtlingsfrage.

Man müsse die Sorgen der Menschen ernst nehmen. Jetzt müsse man Klartext sprechen. Über soziale Kosten, Islamismus, Frauenfeindlichkeit, Antisemitismus, Dschihadismus, ehrlich sein, Probleme nicht unter den Teppich kehren. Jetzt nicht schweigen, mahnt sich allen voran das linksliberale Milieu selbst zu vermeintlich

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