Hey Hey, My My

Der große Naive der Rockmusik feiert seinen 70. Geburtstag: Happy Birthday, Neil Young!

Feuilleton | Ständchen: Gerhard Stöger | aus FALTER 46/15 vom 11.11.2015

Eigenwillige Sturschädel und Ikonen der Hippiekultur sind beide, und mit Bruce Springsteen bilden sie das Triumvirat der bedeutendsten Singer/Songwriter der USA. Dabei sind Bob Dylan und Neil Young grundverschieden - davon einmal abgesehen, dass Young nur gelernter Amerikaner ist. Mitte der 1960er pilgerte er als junger Musiker von Kanada nach Kalifornien und blieb dort hängen.

Dylan, einst Inbegriff popkultureller Coolness, ist ein erratischer Kauz, versunken in seiner Poesie und den Erkundungen kultureller Vergangenheit. Neil Young hingegen, dieser zerbrechliche und doch unerschütterliche Sänger mit dem übervollen Herzen, reflektiert unermüdlich die Welt. Mit naivem Eifer will er sie zum Besseren verändern, ohne auf Zwischenmenschliches zu verzichten.

Klimawandel, Umweltverschmutzung, Polit-Schweinereien, die Digitalisierung der Musik, erneuerbare Energien, das verantwortungslose Agieren von Großkonzernen, all diese Themen treiben ihn um. "Lass uns den Präsidenten aus dem Amt jagen,


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