Zeit am Schirm

TV-Kolumne

Medien | Matthias Dusini | aus FALTER 46/15 vom 11.11.2015

Die Filme über den amerikanischen Drogenkrieg sind so etwas wie die Spaghetti-Western der Gegenwart. Die Hitze in der mexikanischen Wüste flackert, die Bösewichte blicken grimmig und da und dort taucht ein Gringo auf, der, meist an der Seite einer glutäugigen Schönheit, für die gute Sache kämpft. Vom Italo-Western haben die Narcosfilmer gelernt, außergewöhnliche Brutalität als ästhetisches Stilmittel einzusetzen.

Die TV-Serie "Narcos" liefert nun die Vorgeschichte des mexikanischen Krieges. In den 70er-Jahren verwandelte sich die Hippie-Idylle der Marihuana-Kiffer allmählich in eine industriell organisierte Koks-Hölle. "Narcos" erzählt die Karriere des kolumbianischen Drogenhändlers Pablo Escobar, der das mächtige Medellín-Kartell aufbaute. Sein Gegenspieler ist ein US-amerikanischer Agent, der in den kolumbianischen Korruptionssumpf gerät. Django ist Steve Murphy zwar keiner, aber sein Colt feuert verlässlich.


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