Ein Tag mit Yanis

Mein Freund, der ehemalige griechische Finanzminister, war zu Besuch in Wien und ich reiste mit ihm durch die Stadt

Politik | Bericht: Robert Misik | aus FALTER 46/15 vom 11.11.2015

Das Lustigste an meinem neuen Leben ist", sagt Yanis Varoufakis, "dass ich jetzt Leute kennenlerne, die immer meine Heroes waren. Einmal rief Brian Eno an und sagte, er will mich kennenlernen. Als wir uns dann trafen sagte er:'Hey, Bono ist auch in der Stadt.'"

Varoufakis lacht. Wir stehen in einem Dachkammerl über dem Audimax der Wirtschaftsuniversität und schauen durch ein Fenster mit verdunkeltem Glas, durch das wir das Audimax beobachten können, während man von uns höchstens Konturen sieht. Knapp 800 Leute schieben sich in den Saal. 2500 hatten sich für das Event angemeldet, und zwar innerhalb von wenigen Stunden, nachdem wir es online gestellt hatten.

"It's Yanis Festival", lache ich und erzähle meinem Gast, dass die jungen Studierenden, mit denen das Kreisky Forum Varoufakis eingeladen hat (Basisgruppen wie der Rote Börsenkrach oder die Gesellschaft für plurale Ökonomik), sogar solche Armbänder produziert haben, wie man sie von Musikfestivals kennt - und zwar um die Besucherregistrierung


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