Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Köllnerhofgasse: Endzweck des Kapitalismus ist Gastronomie

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 46/15 vom 11.11.2015

Eine interessante Gasse: Liegt versteckt, befindet sich auf keiner der klassischen Touristenrouten und ist dennoch überproportional dicht mit Gastronomie gepflastert, die sich -und das ist mindestens so erstaunlich - hier auch überproportional lange hält.

Gut, der Zwölf-Apostelkeller liegt nicht direkt in der Gasse, sondern ein paar Meter ums Eck, dafür ist sein Konzept - Stadtheuriger mit 18 Metern Tiefe, mit fürchterlicher Grottenbahn-Dekoration, schwerem Essen und Wein, über den man nicht weiter sprechen muss - seit 1952 mehr oder weniger ungebrochen erfolgreich. Mindestens vier Generationen des Wiener Bürgertums lernten hier als Jugendliche die Wirkung von Alkohol kennen und eine Zeit lang scheint das noch zu gehen.

Alter Keller, neuer Wirt

Gewissermaßen die Antithese ist das neue (vor einem guten Jahr eröffnete) Lugeck-Gasthaus der Familie Figlmüller: moderne Interpretation des Wiener Gasthausinterieurs durch Gregor Eichinger, moderne Interpretation der Wiener Küche mit erfreulicher


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