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IT-Kolumne

Medien | Anna Goldenberg | aus FALTER 46/15 vom 11.11.2015

Ein australisches Model erzürnt dieser Tage das Internet. Mehrere Jahre hatte Essena O'Neill Fotos und Videos von sich gepostet - ob im Bikini oder beim Yoga. Ein perfektes Leben? Dann löschte sie ihre Instagram- und Youtube-Accounts und veröffentlichte stattdessen ein Video auf ihrer Homepage, in dem sie erklärt, dass sie "nur für Klicks" gelebt habe und ihre Fans anhält, sich unter Menschen statt auf soziale Medien zu begeben.

Das ging viral, weil es viel über das Internet infrage stellt. Zunächst einmal die Vorwürfe von O'Neill: Sind soziale Medien tatsächlich nicht das "richtige" Leben? Oder war die 19-Jährige zu naiv, um zu erkennen, dass modeln anstrengend ist? Dann die Frage, wie viel von dem, was wir online sehen, authentisch ist. Essena O'Neill gab zu, für Kleidung, die sie auf Fotos trug, bezahlt worden zu sein. Ihr "Abgang" mag gute Publicity für ihre neue Homepage sein - regt aber dennoch zum Nachdenken an.


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