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"Überhaupt ist mir das Dichten so peinlich"

Lexikon | SF | aus FALTER 46/15 vom 11.11.2015

Am liebsten wäre Christine Lavant (1915-1973) keine Dichterin gewesen. "Überhaupt ist mir das Dichten so peinlich", notierte sie. "Es ist schamlos wäre ich gesund und hätte 6 Kinder, um für sie arbeiten zu können: das ist Leben! Kunst wie meine ist nur verstümmeltes Leben, eine Sünde wider den Geist." Heute gilt die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Kärntnerin als eine große Dichterin des 20. Jahrhunderts, und ihre Prosa wird gerade einer neuen Bewertung unterzogen. Bei einem Archivgespräch lesen und kommentieren Ann Cotten und Evelyn Schlag ihre Gedichte. Gemeinsam mit Klaus Amann und Doris Moser, den Herausgebern der Werkausgabe im Wallstein Verlag, sprechen sie über Werk und Autorin. Stefan Gmünder moderiert.

Literaturmuseum, Mi 19.00


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