Performance nach Plan

Zwischenbilanz nach sieben Schauspielhaus-Premieren

Steiermark | Startbilanz: Hermann Götz | aus FALTER 46/15 vom 11.11.2015

Irgendwie cool. So könnte man den neuen Außenauftritt des Schauspielhauses unter Iris Laufenberg beschreiben. Das Pink, das Anna Badora noch von ihrem Vorgänger übernommen hatte, ist einem kräftigen Blau gewichen, die Wortmarke lautet SCHAUSPIEL GRAZ, wobei das "Haus" nur als Hervorhebung auftaucht. Cool eben. Gelungenes Corporate Design trägt eine inhaltliche Positionierung nach außen. Und wirklich: Nach den ersten Premieren unter Laufenbergs Leitung scheint die kühl reduzierte Ästhetik gut zu passen. Auf die schwärmerische Polin Badora folgt eine in Köln geborene Theatermanagerin, die mehr als zehn Jahre als Leiterin des Berliner Theatertreffens frischen Trends nachgespürt hat und zuletzt Intendantin am Konzert Theater Bern war.

Dabei erscheinen die Zugänge der beiden Frauen auf den ersten Blick gar nicht so verschieden. Das letzte Mal, dass Graz einen Schauspielintendanten erlebt hat, der eine (seine) künstlerische Ästhetik ins Zentrum der Programmierung rückte, war die


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