Drei Fragen zum Haus der Geschichte

Es wird seit Monaten heftig zum neuen Museum debattiert, aber die wichtigsten Antworten stehen immer noch aus

Politik | Kommentar: Wolfgang Zinggl | aus FALTER 46/15 vom 11.11.2015

Weil das, was kommen soll, pränatal mit immer anderen Namen bedacht wird, sind unsere Erwartungen diffus. Vor zwanzig Jahren wollte Leon Zelman ein "Haus der Toleranz" als Forschungsstelle zu Rassismus. Wenige Jahre danach wurde die Idee von einem "Museum" der Republik abgelöst, was zur Kritik geführt hatte, dass so ein Name die Zeit des Nationalsozialismus ausklammert. Jetzt will Minister Josef Ostermayer ein "Haus" der Republik und Staatsekretär Harald Mahrer eines der Zukunft. Vergangenheitsbewältigung, Gegenwartsanalyse, Zukunftsvision? Keine Frage. Vergangenheit aufbereiten, um das Hier und Heute besser zu verstehen, hilft bei politischen Diskussionen, macht sie redlicher und deshalb vernünftiger. Je mehr sich daran beteiligen, umso tröstlicher können wir in die Zukunft blicken, denn umso qualifizierter werden demokratische Mehrheitsentscheidungen ausfallen. Es steht daher außer Streit, dass es eine Aufgabe des Staates ist, die politischen Verhältnisse und Ereignisse


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