Und wer hat den Plan B im Kopf?

Die Flüchtlingskrise zeigt, welche Institutionen beim Krisenmanagement versagen - und welche nicht

Politik | Recherche: Barbara Tóth | aus FALTER 46/15 vom 11.11.2015

Das Herz des österreichischen Krisenmanagements schlägt an einem Ort nahe dem Wiener Hauptbahnhof, dessen genaue Adresse nicht genannt werden soll. Hier, in zwei unspektakulären Büroräumen mit Blick auf eine Favoritner Gstätten, sitzt, je nach Tageszeit, ein halbes bis ein ganzes Dutzend Herren. Im Raum rechts, etwas abseits, zwei Beamte des Innenministeriums. Sie müssen Notquartiere für die Flüchtlinge organisieren, in diesen Tagen einer der härtesten Jobs. Im größeren Raum links daneben die Teams des Bundesheeres und des Roten Kreuzes und ein Repräsentant der Wiener Rettung. Letzterer hat derzeit am wenigsten zu tun, weil die Flüchtlinge nicht mehr über Nickelsdorf mit Zwischenstopp Wien nach Deutschland geschleust, sondern mit Bussen von Spielfeld durch die Steiermark an die Grenzübergänge in Oberösterreich und Salzburg gefahren werden.

Vier Sonderzüge pro Tag, Busse im Zweistundenrhythmus, drei Flipcharts und eine große Österreichkarte mit Stecknadeln an den neuralgischen


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