Was wir statt des Kriegsgeheuls brauchen

Die Radikalisierung arabischer Europäer ist ein Massenphänomen. Nicht Krieg, sondern Prävention muss die Antwort sein


Kommentar: Florian Klenk
Falter & Meinung | aus FALTER 47/15 vom 18.11.2015

Natürlich kann man den Anschlag und alles, was darauf folgen soll, einen Krieg nennen, einen Dritten Weltkrieg vielleicht sogar, wie es der Papst tat. Doch die damit einhergehende Gleichsetzung eines grausamen lokalen Bürgerkriegs mit zwei Weltkriegen ist nicht nur historisch vermessen, sie ist auch ein staatspolitischer Irrweg und folgt der Logik des Terrors (siehe Armin Thurnher, S. 5).

Die Pariser Attentate sind nur in der Welt der Terroristen "kriegerische Handlungen", sie zielen auch darauf ab, dass Flüchtlinge unter Druck geraten und den Westen zu hassen beginnen, wie interne IS-Strategiepapiere zeigen. In Wahrheit sind sie ein Fall für eine besonnen operierende Strafjustiz und Polizeibehörden, die aus den Verbrechen lernen müssen, um neue zu verhindern.

Das klingt aufs Erste fast verharmlosend. Doch das ist es nicht. Dass Soldaten oder gar eine von Bürgerrechten entfesselte Polizei Terror verhindern können, hat sich bekanntlich als der tödlichste Irrtum des beginnenden 21.

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