Der Angriff der gagerlgelben Schmunzelwarzen

Pointen ohne Schmerzen: In seinem neuen Programm testet der Kabarettist Thomas Maurer die Grenzen der Toleranz aus

Feuilleton | Kritik: Stefanie Panzenböck | aus FALTER 47/15 vom 18.11.2015

Es gibt Situationen, da muss man drüberstehen. Zum Beispiel, wenn einem Menschen Nachrichten mit Emoticons - "gagerlgelben Schmunzelwarzen" - schicken. Oder wenn Mitbürger das Wort "lecker" verwenden, das in allen österreichischen Dialekten furchtbar klingt.

Und auch wenn heutzutage jeder irgendeine Art von Lebensmittelintoleranz hat - damit muss man leben lernen. Obwohl, seien wir uns ehrlich, früher waren Menschen mit Fructose-, Lactose- und ähnlichen Unverträglichkeiten so selten wie die Evangelischen: "Man hat g'wusst, in der 3b ham s'zwa."

Nur mit der Blödheit, da wird es schwierig. Die einfach hinzunehmen fällt dem Maurer'schen Bühnen-Ich, dem Tolerator, im gleichnamigen Programm äußerst schwer. Thomas Maurer zeigt bei der - mit tosendem Applaus bedachten - Premiere im Wiener Stadtsaal, dass gutes Kabarett nach wie vor von der feinen Klinge, Verweisen auf die aktuelle Politik und durchaus eindrucksvollen schauspielerischen Fähigkeiten lebt. Zwei Stunden lang arbeitet er


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