Kolumne Außenpolitik

Frankreich vertritt im Nahen Osten europäische Interessen

Falter & Meinung | Raimund Löw | aus FALTER 47/15 vom 18.11.2015

In den USA hat es seit 9/11 einen eindeutig dschihadistischen Anschlag gegeben: Ein tschetschenisches Brüderpaar bombardierte 2013 den Boston-Marathon. Zwei Flugzeugattentäter wurden beim Versuch überwältigt, in der Unterwäsche oder im Schuhzeug versteckten Sprengstoff zu zünden. Bei anderen Verschwörungen ließen Agents provocateurs des FBI die Gewaltpläne frühzeitig hochgehen.

Die schwersten Angriffe richteten sich gegen europäische Metropolen. Das Massaker am Madrider Zentralbahnhof 2004 riss 191 Menschen in den Tod. Bei den U-Bahn-Anschlägen in London 2005 starben 52 Personen. Es folgten: der Amoklauf gegen Militärangehörige in Toulouse, der Überfall auf das Jüdische Museum in Brüssel, das Massaker bei Charlie Hebdo und im jüdischen Supermarkt an der Porte de Vincennes.

Die Terrornacht von Paris ist der vorläufig letzte Schlag im Krieg islamistischer Kämpfer gegen den Westen. Die IS-Führung im syrischen Rakka gibt den Ton an, so wie früher Osama Bin Laden in Afghanistan.


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