Meldungen

Kultur kurz

Feuilleton | aus FALTER 47/15 vom 18.11.2015

Preis für Doron Rabinovici

Der Wiener Intellektuelle, Schriftsteller und Historiker Doron Rabinovici erhielt am vergangenen Freitag den Preis des österreichischen Buchhandels für Toleranz im Denken und Handeln. Rabinovici, der 1961 in Tel Aviv geboren wurde und zwei Jahre später mit seinen Eltern nach Wien kam, wendet sich seit vielen Jahren in seinen Kurzgeschichten, Romanen und Essays gegen Rassismus, Antisemitismus und Homophobie. Im Jahr 2000 rief er öffentlich zu Protesten gegen eine Regierungsbeteiligung der FPÖ auf, 2013 und 2014 konzipierte er mit dem damaligen Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann das Stück "Die letzten Zeugen", an dem auch Rabinovicis Mutter Schoschana teilnahm. Sie überlebte das Ghetto in der litauischen Hauptstadt Vilnius und mehrere Konzentrationslager. Die Laudatio auf den Preisträger hielt Falter-Herausgeber Armin Thurnher. Doron Rabinovici sei "ein Citoyen, ein Republikaner. Ein Bürger solcher Art ist in Österreich noch immer eine Einzelerscheinung."


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige