Kranke Bank, gekränkte Banker

Die Bank Austria wird radikal gestutzt, hunderte bangen um ihren Job. Das ist nur die logische Folge eines Systemwandels

Politik | Analyse: Josef Redl | aus FALTER 47/15 vom 18.11.2015

Adolf Lehner ist ein zurückhaltender Zeitgenosse. Zumindest für einen Belegschaftsvertreter, der erfahren hat, dass hunderte seiner Kollegen ihren Job verlieren werden. Adolf Lehner ist Zentralbetriebsratsvorsitzender der Bank Austria. Er spricht derzeit viel von "gemeinsamen Lösungen" und "Mitgestaltungsmöglichkeiten". Kampfansagen klingen anders.

Adolf Lehner wird in den kommenden Wochen entscheidende Gespräche über die Zukunft der Bank Austria führen.

Am Mittwoch, den 11. November, hat UniCredit-Chef Federico Ghizzoni in Mailand die Weichen für die Zukunft der weltweit tätigen Bankengruppe gestellt, zu der auch die Bank Austria gehört. Das Ergebnis ist bitter: Das Osteuropageschäft wird in Zukunft organisatorisch und bilanziell nicht mehr an Wien hängen, sondern direkt an der Mailänder Konzernmutter. Es bleibt die vage Hoffnung, dass die Geschäftsabwicklung teilweise über Wien läuft - und damit ein Teil der rund 700 Mitarbeiter in der Osteuropasparte der Bank Austria erhalten

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