Pop Tipps

Es fährt ein Zug nach Nirgendwo

Lexikon | GS | aus FALTER 47/15 vom 18.11.2015

Wenn sich eine Handvoll Musiker auf den Weg macht, um mit dem Zug ins Blaue zu rollen und unterwegs improvisierte Konzerte zu geben, hat man dazu romantische Bilder von Lagerfeuern und Wandergitarren im Kopf. Und so ähnlich lief es dann auch ab, als sich 2009 sechs Musiker aus Österreich und den USA, darunter Frenk Lebel (Play The Tracks Of), Stefan Deisenberger (Naked Lunch) und Stephan Stanzel (A Life, A Song, A Cigarette) als Nowhere Train aufmachten, um ins Ungewisse zu fahren. Der unterwegs entstandene Tourfilm zeigt viel Musik der Marke Singer/Songwriter-Folkpop, viel Bier und Zigaretten sowie mehr oder weniger tiefgründige Kommentare.

Aus der Reisegruppe wurde längst eine reguläre Band, ihre Idee fasst Hosea Ratschiller von FM4 folgendermaßen zusammen: "Raus aus dem, was vorgibt, uns zu schützen und uns zu oft erschöpft. Ein Paradies ist immer dann, wenn einer aufpasst, dass keiner reinkommt. Die Welt ist überall und nirgends. Wir müssen los!" Heuer ist das zweite Album "Tape" erschienen, das Nowhere Train jetzt einmal mehr in ungewöhnliche Gefilde führt: das Schutzhaus Zukunft nämlich, in dem veranstaltungstechnisch an sich Kabarett und Austropop regieren.

Schutzhaus Zukunft, Mi 20.00


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