Beats zum Morgengrauen

Wer um sieben nicht schläft, kann jetzt abfeiern. Mit Fruchtsaft & Yoga statt Bier & Tschick

Stadtleben | Reportage: Eva Konzett | aus FALTER 47/15 vom 18.11.2015

Jeder kennt sie, die Gesetze der Nacht. Diesen ungeschriebenen Party-Code aus den Erfahrungen der Studentenjahre, von Generation zu Generation weitergegeben und verfeinert. Die Anbahnung sexueller Abenteuer, der Umgang mit Alkohol, der Umgang danach, für alles findet sich eine Anleitung. Und dann kommen zwei und drehen einfach alles um.

Opernring 13. Es ist 6.40 Uhr und die Räumlichkeiten des Hotels Le Méridien sind gut gefüllt. Schon gut gefüllt, nicht noch. Es kämpfen nicht die Allerletzten gegen das unausweichliche Ende der Nacht, sondern es begrüßen die Ersten den neuen Tag. Sie grüßen mit anderen Mitteln und prosten sich mit Saft zu, was etwas unbeholfen wirkt, da sich soziale Rituale der Feuchtfröhlichkeit mit einem recycelbaren Smoothie-Pappbecher kaum bewerkstelligen lassen. Besonders Fleißige werden ohnehin gleich zur Yogastunde eilen, andere lassen sich die Schultern massieren. Nur die Musik wummert in abendlicher Lautstärke durch den Raum, als müsste sie die Gäste


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige