The Dark Side of the Organ

Die Schwedin Anna von Hausswolff liebt alte Sagen und Black Metal. Musik begreift sie als spirituelle Erfahrung

Feuilleton | Porträt: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 47/15 vom 18.11.2015

Wo das Gesicht von Anna von Hausswolff sein sollte, ist alles schwarz. Selten transportiert ein Cover die Stimmung so gut wie bei "The Miraculous", dem dritten Album der schwedischen Sängerin und Orgelspielerin mit Hang zum Düsteren. Der Liedzyklus erzählt von einer Reise durch eine mysteriös-verwunschene Gegend in den Wäldern Schwedens.

Dieser Ort vibriere bis heute vor seltsamer Energie, erzählt die Musikerin. Die Sagen und Märchen, die sie als Kind darüber gehört hat, inspirierten sie nun zu einer schaurig-schönen Platte zwischen wundersamen Orgelklängen, leicht altertümlichem Folk und Metal-Ausbrüchen.

Anna Michaela Ebba Electra von Hausswolff ist als Tochter des Komponisten und Soundkünstlers Carl Michael von Hausswolff in einem sehr kreativen Umfeld aufgewachsen. "Unweit von unserer Wohnung in Göteborg hatte mein Vater in einer alten Fabrik sein Label", erzählt sie. "Für uns Kinder war dieser Ort mit seinen vielen Räumen ein großartiger Spielplatz. Musik war damals


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige