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Politik | Barbara Tóth | aus FALTER 47/15 vom 18.11.2015

Waldheim-Affäre: Ein Puzzlestück

Wer brachte die Waldheim-Affäre ins Rollen? Als im Frühjahr 1985 der ehemalige UN-Generalsekretär Kurt Waldheim von der ÖVP als Präsidentschaftskandidat nominiert wurde, tauchten sehr bald Berichte über seine Kriegsvergangenheit bei der Wehrmacht auf. War Waldheim an Kriegsverbrechen beteiligt oder nicht? Diese Frage dominierte fortan den Präsidentschaftswahlkampf und führte dazu, dass sich die Österreicher erstmals öffentlich und kritisch mit ihrer Rolle während der Nazizeit auseinandersetzten. Zuvor hatte man sich als "erstes Opfer Hitlers" gefühlt - und die Mitschuld an den NS-Verbrechen stets von sich gewiesen. Eine zentrale Rolle bei der Aufarbeitung von Waldheims (letzten Endes eher belangloser) Soldatenbiografie spielte das Profil. Aber auch US-Medien sprangen auf das Thema auf.

Nun erzählt der ehemalige ORF-Journalist Georg Tidl (67) seine Version der Geschichte. Tidl ist ein spannender Zeitgenosse, weil er als einer der Ersten - schon


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