Die Meister der tanzenden Zeichen

Die heimische Trickfilmvereinigung Asifa Austria feiert ihren 30. Geburtstag mit einem Fest und vielen Filmen

Feuilleton | Gratulation: Michael Omasta | aus FALTER 47/15 vom 18.11.2015

Sehr lässig am Gründungsmythos des Verbands der österreichischen Animationsfilmschaffenden ist, dass man ihn nicht einmal genau datieren kann. Es muss ein Sommer gewesen sein, Mitte der 1980er-Jahre, als Studierende der Klasse von Maria Lassnig an der Angewandten zum Filmfestival nach Annecy reisten.

"Das war unser erster Ausflug in den internationalen Trickfilm", erinnert sich Filmemacherin Sabine Groschup. Dort habe die zehnköpfige Delegation aus Wien an einer Sitzung der "Association Internationale du Film d'Animation" (kurz: Asifa) teilgenommen. "Dabei haben wir beschlossen, dass wir mit Trickfilm weitermachen", ergänzt Filmemacher Stefan Stratil, "und haben Asifa Austria gegründet."

Im März 1985 erging der Bescheid der Sicherheitsdirektion Wien, dass der "Verein zur Förderung und Entwicklung des Zeichentrickfilms in Österreich" nun amtlich sei. Die sechs Vorstandsmitglieder, allesamt aus dem Umfeld von Lassnigs Meisterklasse und bis heute auch filmschöpferisch tätig, sind


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