Das rot-grüne Glaubensbekenntnis

Wer den druckfrischen Koalitionsvertrag der Stadtregierung liest, erfährt viel über deren Absichten, aber wenig darüber, wie sie sie konkret umsetzen will

Politik | Inhaltsanalyse: Nina Horaczek und Barbara Tóth | aus FALTER 47/15 vom 18.11.2015

1 Willkommen, ihr Flüchtlinge!

Es klingt wie der Antipode zum Zaunstreit in der Bundesregierung. "Europäische Solidarität statt Festung Europa" hat sich Rot-Grün ins Regierungsprogramm geschrieben. "Integration" soll "ab dem ersten Tag" passieren. Bei fast 17.000 Asylwerbern, die derzeit in Wien untergebracht sind, keine einfache Aufgabe.

Neu ist, dass die Bereiche Asyl und Integration erstmals zusammengeführt werden. Bisher gab es Integrationsmaßnahmen wie Deutschkurse erst nach Abschluss des Asylverfahrens. Nun soll schon während des Verfahrens die Sprache gelernt werden.

Zusätzlich startet ab 2016 ein "Jugendcollege" für 1000 Flüchtlinge und Migranten, die nicht schulpflichtig sind und eine Ausbildung benötigen. Bei im Ausland erworbenen Qualifikationen möchte die Stadt die Anerkennung erleichtern.

Ebenfalls neu ist die Ankündigung, für Asylwerber und Flüchtlinge ein "Anreizsystem auf Basis von Sachleistungen zu implementieren", um so das Andocken in der österreichischen

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