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Ende einer düsteren Saga: "Die Tribute von Panem 4"

Lexikon | Sabina Zeithammer | aus FALTER 47/15 vom 18.11.2015

Mein Name ist Katniss Everdeen." Mühsam bringt die junge Frau mit den traurigen Augen diese Worte hervor. Lädierte Stimmbänder sind Überbleibsel des Mordversuchs, den ihr gefolterter Freund Peeta auf Katniss verübte. Francis Lawrences "Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 2" setzt dort fort, wo Teil eins der Verfilmung des letzten Bandes der Trilogie von Suzanne Collins endete. Der Krieg der Rebellen gegen die Diktatur des Kapitols unter Präsident Snow, der in einer dystopischen Zukunft über die 13 Distrikte des Landes Panem - einst als Nordamerika bekannt -herrscht, geht weiter.

Während die ersten Teile von den "Hungerspielen" geprägt waren - "Tribute" aus allen Distrikten kämpften auf Leben und Tod - und das Kinopublikum sich mit seiner eigenen Schaulust auseinanderzusetzen hatte, sind Teil drei und vier komplexer und politischer. Katniss, mittlerweile das Gesicht der Revolution, ist von dem Wunsch besessen, Snow zu töten. Zur Not widersetzt sie sich dabei auch den Plänen der undurchschaubaren Rebellenführerin Alma Coin, deren Meinung, welche Methoden im Krieg erlaubt seien, sie nicht immer teilt.

"Mockingjay Teil 2" ist wieder eine hoch spannende Geschichte mit einer unbeugsamen jugendlichen Heldin im Mittelpunkt, die Elemente von Scifi, Fantasy und Horror enthält: So ist das Kapitol mit allerlei "kreativen" Todesfallen übersät. Mehr denn je entwickelt sich die Handlung jedoch weg von einem Jugendfilm hin zu einem breiter aufgestellten, ambivalenten Kriegsfilm, der zum Schluss Elemente einer Parabel über Macht und ihren Missbrauch aufweist. Eine Filmreihe mit dem Potenzial, ein zeitloses Stück Popkultur zur werden, das sich vor allem der Leistung von Hauptdarstellerin Jennifer Lawrence verdankt.

Ab Fr in den Kinos (OF 3D im Village)


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