Dolm der Woche Wertungsexzess

Wendelin Mölzer

Politik | aus FALTER 47/15 vom 18.11.2015

Der Pferdeapfel fällt nicht weit vom Pferd: Schon der Herr Papa, Andreas Mölzer, litt unter Sprechdurchfall, nannte die EU ein "Neger-Konglomerat" und ließ in seinem steuerfinanzierten Kampfblatt Zur Zeit gegen den "pechrabenschwarzen" Fußballstar Alaba vom Leder ziehen. Nach heftiger Kritik trat er als FPÖ-EU-Mandatar zurück.

Nun hat Sohnemann Wendelin nachgelegt. "Raphael Sternfeld ist Jude", schrieb der FPÖ-Abgeordnete über einen Berater des Kanzlers in Zur Zeit. Er reihe sich "ein in die Gilde jüdischer Oberschichtler, die sich dem von Links-Intellektuellen seit jeher als dumpf eingeschätzten Proletariat als weise Führer aufdrängten". So klingt jüdische Weltverschwörung light.

Die FPÖ warf Susanne Winter wegen Antisemitismus aus der Partei. Verkappte Antisemiten wie Mölzer dürfen hingegen bleiben.


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