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Falters Zoo | Lisa Kiss, Lukas Matzinger, Barbara Tòth | aus FALTER 47/15 vom 18.11.2015

Margit Fischer hat ihre Memoiren geschrieben - und Falter-Stadtleben-Chefin Barbara Tóth hat ihr dabei ein wenig geholfen. Deshalb war es auch logisch, dass Tóth vergangenen Dienstag die Erstpräsentation des Buches "Was wir weitergeben" im Theatermuseum moderierte. Bundespräsident Heinz Fischer war auch da und ließ seine Frau nicht aus den Augen. Vielleicht weil sie beim Ö3-"Frühstück bei mir" mit Claudia Stöckl ein wenig ungeschickt darüber philosophiert hat, wie das Leben nach Ende der Amtszeit werden wird - so ohne Sicherheit und Chauffeur. Abgehoben sei das, ätzte die Twitteria sofort. Dabei ist Margit Fischer eine absolut uneitle, zurückhaltende und fast schüchterne Person.

Fischer, der es sichtlich noch nicht gewöhnt ist, dass seine Frau einmal allein im Rampenlicht steht und spricht, meldete sich auch immer wieder aus der ersten Publikumsreihe zu Wort, während seine Frau oben auf dem Podium aus ihrem Leben erzählte. Margit Fischer wurde in Schweden geboren, weil ihre Eltern vor den Nazis flüchten mussten. Sie war lange auch schwedische Staatsbürgerin. Hätte sie nicht genauso gut Schwedin werden können? Ja, vielleicht sogar Frau des schwedischen Reichstagspräsidenten oder gleich selbst schwedische Reichstagspräsidentin? "Nein!", entfuhr es Heinz Fischer entsetzt, während Margit herzlich lachte. Ihr erstes Buch feierten dann unter anderen Profil-Chefredakteur Christian Rainer, Sacher-Grande-Dame Elisabeth Gürtler, Aufsichtsratsvorsitzender der UniCredit Bank Austria AG Erich Hampel und ORF-Moderatorin Chris Lohner.

As Fadi Merza goes, so goes the nation. Und vor einer Woche gingen sie alle ins Dots. Das Dots ist seit zehn Jahren eher eine der abgefahreneren Adressen für Sushi in Wien. Und Jahrestag heißt bei denen, es richtig klingeln zu lassen. Mit rotem Teppich, Schampuspyramide und überhaupt viel von dem, wovon der Herrgott eher abgeraten hat. Neben dem Essen war auch die Gästeliste eher "experimental". Neben dem Kickboxer mit syrischen Wurzeln wurden im Dots gesehen: Richard Lugner und seine aktuelle Frau Spatzi, aber auch seine Exfrau Mausi, Oscar-Regisseur Stefan Ruzowitzky, Außenminister Sebastian Kurz und die Mutter von der Fernsehfamilie vom XXXLutz.

Auch der Dompfarrer hat wieder einmal eine ordentliche Sause geschmissen. Diesmal etwas, das sich "Electric Church" nennt und im original Stephansdom spielt. Und das geht so: Der Wiener DJ Sergio Manoel Flores legt in der Kirche auf, diverse Solisten, ein Chor, ein vierköpfiges Streicherensemble mit Saxofon, ein paar Synthesizer und, na ja, die Orgel spielen dazu. Dann gibt es noch einen VJ, der das "audivisuelle Erlebnis" mit Projektionen am Plafond komplettiert. Diese spirituelle Reise gönnten sich neben dem Chef Toni Faber unter 1500 anderen das Model Cathy Zimmermann, der Tänzer Vadim Garburoz und die, die sonntags eher nicht in die Kirche geht, weil sie da immer im Ö3-Studio ist: Claudia Stöckl. Aber Achtung: "Im gesamten Dom gilt RAUCHVERBOT!"

Ja, es ist schon wieder Palazzo-Zeit. Und natürlich lockte die Premiere von Toni Mörwalds Brot-und-Spiele-Show wieder allerlei Promi-Volk in den Palazzo-Spiegelpalast. Die Artisten ließen ihre Muskeln spielen und das Publikum es sich schmecken. Das bestand aus Genussspechten, so weit das Auge mitaß: Ex-Tormann Michael Konsel und Ex-Dancing-Star Edi Finger jr. waren da, so wie die ORFlerinnen Kati Bellowitsch und Christa Kummer und das Moderations-Kompetenzzentrum Arabella Kiesbauer und Vera Russwurm. Am Schluss gab es für jeden, der wollte, ein gemeinsames Foto mit den leichtbekleideten Showgirls. Toni Polster wollte.


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