Bowlen auf Jüdisch

Wer in Wien "Sport" sagt, der muss seit jeher auch "Hakoah" sagen. Das gilt jetzt ebenso fürs Bowling

Stadtleben | Reportage: Thomas Rottenberg | aus FALTER 47/15 vom 18.11.2015

Daniel Rosenberg hat einen Traum: Der Wiener Hotelier will zur Makkabiade. Als Teilnehmer. Die Sache hat einen Haken: Die Makkabiade ist eine alle vier Jahre stattfindende Leistungsschau jüdischer Sportler. Eine Spitzensport-Veranstaltung. Rosenberg ist 36 und sportlich. Aber zwischen Jedermannsund Spitzensport liegen Lichtjahre. Rosenberg weiß: Seine Chancen sind nicht marginal -sondern inexistent. Unabhängig von der Sportart.

Eine Nische, die es nicht gibt, muss man erschaffen: Der Wiener überlegte also, was ihm Spaß macht, aber nicht auf der österreichischen Makkabiade-Liste steht. Die Suche ging bis zum zweiten Buchstaben des Alphabets: B - wie Bowling.

Bowlingvereine gibt es in Wien etliche. Vermutlich gibt es auch jüdische Bowler. Aber keinen jüdischen Bowlingverein. Bis 2011: Da gründete Daniel Rosenberg die "Sektion Bowling" der Hakoah. Auch wenn Rosenberg da lacht: Trainiert und gespielt wird ernsthaft. "Bowling ist kein Spaß, sondern Sport", betont auch Thomas Stern. Beim


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