Kommentar Kulturpolitik

Vorsicht, Rückschritt: Was macht die Albertina im Künstlerhaus?


Matthias Dusini
Falter & Meinung | aus FALTER 48/15 vom 25.11.2015

Die Beteiligung des Bauunternehmers Hans Peter Haselsteiner am Wiener Künstlerhaus löste kaum Reaktionen aus. Eine Mehrheit der Mitglieder der Künstlervereinigung hatte Haselsteiners Vorschlag abgenickt, das baufällige Gebäude um 30 Millionen Euro zu sanieren. Die Haselsteiner Privatstiftung wird dann auch den Betrieb finanzieren, eine Sperrminorität sichert den Mitgliedern die Mitsprache bei anstehenden Entscheidungen.

Haselsteiners Einstieg ist die wichtigste Nachricht aus dem Künstlerhaus seit dem Abgang der Direktorin Doris Rothauer im Jahr 2002. Rothauer hatte die verstaubte Institution durch Ausstellungen über Design und Architektur wieder zu einem Zentrum der jungen Szene gemacht.

Frustriert über interne Streitereien verließ Rothauer das Haus am Karlsplatz. Die kulturpolitische Legitimation war damit verspielt: Eine Standesvertretung des 19. Jahrhunderts sitzt in einem viel zu großen Gebäude aus der Zeit des Historismus und hat keinen Plan für das 21. Jahrhundert.

Die finanzielle

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